Mit dem Wohnmobil durch Marokko – Tipps und Tricks
Mit dem Wohnmobil lässt sich eine Rundreise bequem organisieren, da alles, was für die Reise benötigt wird, bereits an Bord ist, vom Bett bis zum Kühlschrank. Auch Marokko lässt sich gut per Wohnmobil entdecken, da die Infrastruktur fast überall auf europäischem Niveau ist.
Generell ist es kein Problem, das eigene Wohnmobil mitzunehmen nach Marokko. Neben dem Reisepass für jeden Urlauber wird lediglich die grüne Versicherungskarte der KFZ-Haftpflichtversicherung für die Mitnahme benötigt. Der ADAC empfiehlt dazu den Abschluss einer Auslandskaskoversicherung.
Bei der Überfahrt kann gewählt werden zwischen der kurzen und relativ günstigen Überfahrt von den südspanischen Häfen Tarifa und Algeciras oder der langen Überfahrt vom südfranzösischen Sète bei Montpellier nach Tanger. Wer letztere Option wählt, erspart sich die lange Fahrt durch Spanien, muss dafür jedoch für eine Kabine und Verpflegung an Bord der Fähre tiefer in die Tasche greifen.
Mit dem Wohnmobil auf einer Rundreise Marokko kennenlernen
Einmal mit dem eigenen Wohnmobil in Marokko angekommen, unterscheidet sich das Reisen kaum von Rundreisen in europäischen Ländern. In jeder Stadt gibt es Campingplätze, auf denen das Wohnmobil sicher geparkt werden kann, und auch die Versorgung mit Campinggas und Dieselkraftstoff stellt kein Problem dar. Das Straßennetz ist dicht und die Fernstraßen sind in hervorragendem Zustand. Die Beschilderung erfolgt gewöhnlich in arabischer und lateinischer Schrift, wobei Französisch die gängige Verkehrssprache in Marokko ist.
Die klassische Marokko-Rundreise führt von Tanger aus in die Weltkulturerbestadt Tetuoan und über Chefchaouen durch das Rif-Gebirge in die Königsstädte Fès und Meknès. Nach einem Abstecher zu den römischen Ruinen von Volubilis geht es über die A2 in die Hauptstadt Rabat am Atlantik und weiter nach Casablanca, der größten Stadt und wirtschaftlichem Zentrum Marokkos. Von Casablanca aus führt die A7 gen Süden nach Marrakesch, dem beliebtesten Touristenziel Marokkos, das für seinen lebhaften Souk am Platz Jemaa el Fna bekannt ist und seine schönen Paläste, Gärten und Moscheen aus der Zeit, als Marrakesch Sitz der Könige war.
Mit dem Wohnmobil in den Hohen Atlas
Abenteuerlustige können auf ihrer Rundreise Marokko nun von der wilden Seite kennenlernen und von Marrakesch aus in den Hohen Atlas aufbrechen. Die raue Schönheit des Gebirges verspricht einzigartige Eindrücke der Natur und in uralten Städtchen wie Ouarzazate können die Bergfestungen (Kasbahs) der Berber besichtigt werden. Allerdings sollte hier vorher auf genügend Diesel, Gas und Lebensmittel geachtet werden, da die Versorgung damit im Hohen Atlas nicht überall garantiert ist. Über gewundene Bergstraßen und durch menschenleere Wüsten führt die Reise schließlich wieder zum Atlantik, wo sie zum Beispiel im schönen Badeort Agadir ausklingt, ehe die Rückreise über die Küstenautobahn A1 zurück nach Tanger führt.
Abgelegt unter Allgemein